



Am kommenden Sonntag wird, wie an jedem vorletzten Sonntag des Kirchenjahres, der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Die örtlichen Vereine besuchen den Volkstrauertags-Gottesdienst, und der Pastor verliest die Namen der in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten. – Doch diese Männer kennt heute niemand mehr.
Seit dem Beginn des ersten Weltkrieges sind nun knapp 100 Jahre, seit dem Ende des zweiten Weltkriegs knapp 70 Jahre vergangen. Die letzten Überlebenden dieser Zeit sterben langsam aus, und mit ihnen ihre Erinnerungen und Erfahrungen. Krieg, Not und Entbehrungen kennen wir nur noch aus den Nachrichten, oder Geschichtsbüchern. Er ist weit weg – oder lange her. Friede und Wohlstand sind in Europa, und speziell in Deutschland, selbstverständlich geworden.
Wie können wir also um Menschen trauern, die wir nicht kennen, und deren Erfahrungen wir nicht teilen? Vielleicht ist Trauertag nicht das richtige Wort. Vielleicht wäre Gedenktag besser. Denn auch wenn wir die Gefallenen nicht persönlich gekannt haben, ihre Familiennamen sind auch heute noch in Ostönnen vertreten. Sie erinnern uns daran, dass der Krieg einmal nicht weit weg war, sondern mitten unter uns, und dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern gepflegt und verteidigt werden muss.
Darum ist es auch heute noch wichtig den Gottesdienst zu besuchen, einen Kranz niederzulegen, und den Opfern von Gewalt und Krieg zu gedenken – hier und überall.
Zum gestrigen Beachvölkerballturnier des Reitvereins traten zwei Mannschaften des Schützenvereins an, zum einen eine Auswahl des Vorstands, zum anderen eine Abteilung
der Jungschützen des dritten Zuges. Beide Mannschaften präsentierten sich in Topform, und entledigten sich ihrer Gegner in der Gruppenphase, sowie in den Viertelfinalen souverän, bevor sie dann im Halbfinale aufeinander trafen.
Nachdem, unter den staunenden Blicken der Schiedsrichter, direkt nach dem Anpfiff beide Bälle ruhen gelassen wurden, um gemeinsam ein Freundschaftsbier zu trinken, folgte eine spannungsgeladene Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Der
Vorstand wurde von den Jungschützen zunächst massiv unter Druck gesetzt, musste seinen König einwechseln, und zusehen wie dieser auf ein einziges Leben heruntergespielt wurde. Dann gelang ihm jedoch ein furioses Comeback, das schließlich im Sieg des Vorstandsteams
und der Niederlage der Jungschützen gipfelte.
Zum Abkühlen führte anschließend Hauptmann Scholz den dritten Zug zum nahe gelegenen Pool und forderte „einrücken mit Kopfsprung“.
Nachdem der leicht
angeschlagene König des Vorstandsteams, Andreas Mühlenbein, fachmännisch verarztet worden war begann das Finalspiel gegen das Team des GWO. Hier genehmigten sich die Mannschaften nach dem Anpfiff einen Feundschafts-Küki, dann konnte der Tanz beginnen. Trotz vollem Einsatz konnte der Vorstand gegen eine überragend spielende GWO-Mannschaft, die
bereits den Soester TV aus
dem Rennen geworfen hatte, nichts ausrichten. Der GWO gewann das Finale, das Vorstandsteam errang den zweiten Platz und damit ein Fass Krombacher.
Die Jungschützen setzten sich
im Spiel um Platz drei gegen das „Team Bauwagen“ durch und erhielten als Preise Strohbesen.
Am Freitag, dem 21. Juni, trafen sich die Ostönner Schützen zur traditionellen Versammlung, zwei Wochen vor dem Schützenfest, um die noch zu treffenden Vorbereitungen abzustimmen.
Zunächst aber wurde die Ehrung der internen Vereinsmeisterschaft abgehalten. Dabei wurden folgende Schießabzeichen verliehen:
| Abzeichen | Ringe | Schütze |
|---|---|---|
| Gold | 101,3 | Frank-Georg Sievert |
| Silber | 87,4 | Torben Steimann |
| Bronze | 86,6 | Dirk Wagner |
| Abzeichen | Ringe | Schütze |
|---|---|---|
| Gold | 115,2 | Gerhard Franke |
| Silber | 108,6 | Ralf Irmer |
| Bronze | 97 | Siegfried Scholz |
| Abzeichen | Ringe | Schütze |
|---|---|---|
| Gold | 118,3 | Friedhelm Schildheuer |
| Abzeichen | Ringe | Schütze |
|---|---|---|
| Gold | 144,8 | Gerhard Franke |
| Silber | 144,7 | Heinz Rocholl |
| Bronze | 138,6 | Siegfried Scholz |
Zur Vorbereitung auf das Fest sind folgende Termine bekannt zu geben:
Samstag, 29 Juni, 10:00 Uhr am Sportlerheim
Der Sportverein führt eine Reinigungs- und Aufräumaktion auf und um den Sportplatz durch, um den Platz für das Schützenfest herzurichten. Hierbei dürfen sie gerne von aktiven Schützen unterstützt werden.
Donnerstag, 4. Juli, Laubholen und Halle herrichten
Die Birkenlaubholer treffen sich um 16:00 16:30 Uhr auf dem Hof Schulte, die Eichenlaubholer um 17:00 Uhr auf dem Hof Vogt Fischer. Die übrigen Schützen treffen sich um 19:00 Uhr an der Hellweghalle, um Halle und Festplatz festlich zu Schmücken.
Montag, 8 Juli, 18:00 Uhr Muckentag
Am Montag nach dem Fest treffen sich alle Schützen zum Abschmücken der Halle und Aufräumen des Festplatzes.
In diesem Jahr können zum ersten Mal Schießtipps abgegeben werden. Dabei soll die genaue Anzahl der Schüsse erraten werden, bis der Vogel fällt. Ein Tipp kostet 1 €, der Gewinner, der der gesuchten Anzahl am nächsten kommt erhält 50 €. Bei Gleichstand mehrerer Tipper entscheidet das Los. Beliebig viele Tipps dürfen bis zum Antreten zum Vogelschießen bei Siegfried Scholz abgegeben werden.
Eine weitere Neuerung ist die Hutbörse. Schützen, die nicht mehr benutzte Schützenhüte im Schrank liegen haben – zB. vom Opa, der das Fest nicht mehr besucht – können diese bei Siegfried Scholz abgeben. Dieser stellt die Hüte kostenlos neuen Jungschützen zur Verfügung, so sie denn passen. Auf diese Weise gewinnen beide: Alte Hüte werden in Ehren weitergetragen, anstatt im Schrank zu verstauben, und unsere Jungschützen sind nicht gezwungen viel Geld für neue Hüte auszugeben.
Zugführer Karsten Rosenkranz berichtete, dass die Vorbereitungen für die Jungschützenparty angelaufen sind. Wie in den letzten Jahren üblich lud er das – noch zu ermittelnde – Königspaar und Hofstaat eintrittsfrei zur Party ein. Ein kleiner Bonusanreiz, um den Königsadler am Stangenabend zu erlegen.
Die Anschaffung der Standarte für den Jungschützenzug wird teurer als erwartet, da Wert auf qualitativ hochwertiges Zubehör und Anbauteile gelegt wurde. Daher sammeln die Jungschützen weiterhin Spenden für diesen Zweck.
Am 04. August übernimmt der dritte Zug das Kassieren der Eintrittsgelder für die Innenstadt auf der Soester Fehde. Ein Teil der Gelder kommt direkt der Zugkasse zugute. Aus diesem Grund werden noch weitere Jungschützen gesucht, die an diesem Tag eingesetzt werden können. Wer Zeit hat melde sich bitte bei Karsten Rosenkranz.
Weitere Termine befreundeter Gruppen und Vereine:
28. Juni „Aber bitte mit Sahne“
Konzert des Tambourkorps Soest Mitte in der Herbert Sauerlandhalle des Schützenvereins Brandenburger Tor Soest.
20. Juli Beachvölkerballturnier
Der Reit- und Fahrverein Ostönnen läd zum Beachvölkerballturnier auf dem Reitplatz Ostönnen. Antreten können Manschaften von sechs Spielern.
Am Freitag, den 21. Juni 2013 findet um 20:00 Uhr in der Hellweghalle die
2. Jahreshauptversammlung
des Schützenvereins Ostönnen-Röllingsen 1826 e. V. statt.
Tagesordnung:
Zur Teilnahme an der Jahreshauptversammlung sind alle Mitglieder des Schützenvereins Ostönnen-Röllingsen 1826 e. V. sowie Freunde und Gönner des Schützenwesens herzlich eingeladen.
Mit freundlichem Schützengruß
für den Vorstand
Heinz Rocholl
1. Vorsitzender